Heute bin ich mit der Tageskarte der Gemeinde an den Étang de la Gruère gefahren. Der Weg führte über Biel, Tavannes und Tramelan mit dem Bus zur Haltestelle Moulin de la Gruère. Dort wo früher die Mühle stand ist jetzt eine Sägerei, die aber das Wasser vom See nicht mehr benötigt um die Maschinen anzutreiben.
Der See wurde bereits im 17. Jahrhundert an der tiefsten Stelle des Moores mit einem Erdwall gestaut um das Wasser für den Antrieb einer Mühle zu nutzen. Damit sich das Wasser in den See läuft statt im Moor versickert, wurde das umliegende Moor mittels Gräben trockengelegt und ist verwaldet. Im Zuge der Renaturierung wurden Bäume gefällt und die Gräben mit Torf aus der Umgebung wieder aufgefüllt und jetzt darf der Torf Wasser aufnehmen und das Moor kann sich wieder entwickeln. Das wird wohl noch einige Jahrzehnte oder wohl Jahrhunderte dauern, bis sich das Moor erholt hat. Weitere Informationen auf Französisch gibt es auf der Seite den Kantons Jura.
Nachdem ich den See fast zweimal umrundet habe bin ich zur Haltestelle La Theurre spaziert. Den Bus zurück nach Tramelan habe ich nur noch von weitem gesehen, wobei ich ja nach Saignelégier wollte. An der Bushaltestelle stellte ich fest, dass es noch fast zwei Stunden dauert, bis der Bus fährt und auf dem Wanderwegweiser stand, dass es nach Saignelégier knapp zwei Stunden dauert. Da das Restaurant Montag und Dienstags geschlossen ist, habe ich noch eine kleine Wanderung unternommen. Unterwegs habe ich festgestellt, dass in den Freibergen die Wanderwege quer durch die Wiesen führen und man sich an die Richtung der Wegweiser halten sollte. Ich bin auf einem Reitweg gelandet und habe dann den Weg zurück auf den Wanderweg mittels App von Swisstopo doch wieder gefunden. Als ich in Saignelégier zum Bahnhof spaziert bin, habe ich noch den Bus gesehen, den ich genommen hätte, wenn ich gewartet hätte.
Auf dem Rückweg bin ich dann über Glovelier, Delémont, Moutier, Solothurn und Olten wieder nach Aarau gefahren.
Ich werde den Ausflug sicher nochmals machen um das Moor in den verschiedenen Jahreszeiten zu beobachten.
Jetzt noch ein paar Bilder von dem Ausflug, die Blätter waren noch nicht so farbig, aber dafür gab es recht viele Pilze.

